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Da jammere ich immer, dass wir keinen Leonard Cohen haben, keinen Bob Dylan, noch nicht mal einen Bruce Springsteen. Gibt’s denn bei uns wirklich keine guten alten Männer? Schnell, wer fällt Euch da ein? Muss ja kein Popstar sein … den Gauck hielt ich mal für eine Option, der hat allerdings inzwischen viel Schmarrn geredet. Gut, wir haben immerhin noch den Raucher. (Und Rauchen ist, wie jeder weiß, in gewissen Zusammenhängen – und gerade im Fernsehen – sogar eine künstlerische Handlung, ganz gleich, wie oft sich die Anti-Raucher-Nazis darüber beschweren. Aber vor allem haben wir den ganz großartigen Alexander Kluge. Der ist ein echter Popstar, auf seine Weise.
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Obwohl ein YouTube-Kommentator sagt: “I am icelandic and live in Iceland and i want to tell everyone that this is not true, a certain type of loans and their terms was corrected through the justice system but the public is basicly stillstruggling with the money fascists and secret societys. But not for long
“, klingt es doch wie ein Schritt in die richtige Richtung. (Siehe auch Beitrag 125):
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Pic: Kai Taschner.
Ist ja auch alles gesagt, z. B. hier oder hier. Das hysterische Aufeinandereindreschen von Meinungsinhabern innerhalb und außerhalb des Feuilletons, das in Deutschland die Debattenkultur ersetzt, nervt einfach nur noch. Viel lieber empfehle ich das sehr persönliche Vorwort zum neuen Buch von Linda Benedikt: Israel, a love that was – Die Geschichte einer Entzauberung“, Aphorisma Verlag/Kreuzberg, Berlin.
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Bereits eine meiner ersten Kolumnen in der GAZETTE beschäftigte sich mit weiblichen Nazis – und ich kapiere heute so wenig wie damals, dass es nach dem Holocaust überhaupt noch Nazis gibt. Am allerwenigsten verstehe ich, wie Frauen da mitmachen konnten/können. Das ist natürlich ein Vorurteil, deshalb höre ich meiner Schwiegermutter (86) sehr genau zu, wenn sie erzählt, wie das damals war, wenn man nicht zu den Gruppenabenden wollte. Und ich weiß auch, dass es KZ-Wärterinnen gab, und flammende Hitler-Verehrerinnen aus den besten Kreisen, darunter übrigens Coco Chanel und Wallis Simpson, die heute noch von politisch unbeleckten Modefuzzis als Stil-Ikonen gefeiert werden. Ulrike Heidenreich hat in der Süddeutschen Zeitung vom 21./22. Januar 2012 einen aufschlussreichen Artikel über Nazissen veröffentlicht, den ich online nicht gefunden habe und deshalb hierher kopiere :
Zum Vergrößern auf die Bilder klicken. Die Qualität lässt zu wünschen übrig, das bitte ich zu entschuldigen. Versuchen Sie dennoch, diese Analyse zu lesen, denn das Thema ist wichtig: Die verkorksten Gören in Springerstiefeln von vor zehn Jahren sind inzwischen in der “Mitte der Gesellschaft” angekommen”. Es leben ja nur noch wenige Zeitzeugen, die den jungen Frauen im O-Ton, so von Mensch zu Mensch, verständlich machen könnten, was sich aus derlei Gedankengut entwickelt; meine Schwiegermutter zum Beispiel, oder Marcel Reich-Ranicki. Hier seine Rede vor dem Bundestag im Wortlaut. Ist es wirklich das, was diese Weiber mit ihrer Deutschtümelei erreichen wollen?
Nachtrag: Heike Pohl empfahl mir diesen Link – hier wird so eine braune Übermutter vorgestellt. Interessante Lektüre.
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Jay Rosens pressthink denkt hier über den Geist der Demokratie in der Medienmaschine nach. Und aktuell über die Stammesrituale der Politik-“Journalisten“/-“Berater“; da verschwimmt ja mittlerweile einiges. (Die Links habe ich übrigens von Jürgen Kalwa, danke sehr.)
Davon abgesehen: Unser Bunzpräsident hat seine neue Rolle – die in etwa der englischen Königin entspricht – leider nicht verstanden, wie im TV-Interview vom 4. 1. 2012 (hier der Wortlaut) schon bissl deutlich wird: „Wenn man als Ministerpräsident keine Freunde mehr haben darf und wenn alle Politikerinnen und Politiker in Deutschland ab sofort nicht mehr bei Freunden übernachten dürfen, sondern, wenn Sie bei den Freunden im Gästezimmer übernachten, nach einer Rechnung verlangen müssen, dann verändert sich die Republik zum Negativen. Davon bin ich fest überzeugt. Und deswegen stehe ich zu diesen sechs Urlauben bei Freunden auf Norderney oder fünf, sechs Tage dort in Italien oder sieben Tage bei Freunden, mit den Freunden zusammen zu kochen, zu frühstücken, im Gästezimmer zu schlafen. Da erhebe ich auch keine Rechnung, wenn mich die Freunde hier in Berlin besuchen.“ Herzchen, die Queen kann auch nicht bei einen x-beliebigen Unternehmer übernachten. Und falls sie’s tut, darf sie sich nicht dabei erwischen lassen. Auf jeden Fall sollte es tunlichst nicht im britischen Äquivalent der BLÖD-Zeitung stehen. So hirnverbrannt wäre Lizzie nie gewesen, auf Murdochs AB zu schimpfen und ihm die Freundschaft zu kündigen. Aber sie ist ja auch auf ihr Amt hin erzogen worden… doch selbst eine prima Erziehung scheint in Deutschland nix zu helfen, wenn man sich mal KT „ich komme wieder, keine Frage“ Guttenbergs Medienstrategie anschaut. So gesehen wirft das Verhalten unserer „Staatsdiener“ in der Tat Fragen auf, die über das Abhaken unter „Provinzposse“ hinausgehen.
Siehe auch 168. Das höchste Amt
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Update: Leander Wattig machte unlängst auf diesen Beitrag in der Welt aufmerksam: Unsere Verwandtschaft mit den Engländern ist ja nicht nur auf den Adel beschränkt.



