365 x Deutschland


17. Mehr Nachdenken über „Geld“

Stichwort „Zivilgesellschaftliche Initiativen“ (mehr davon fordern Harald Welzer und Claus Leggewie in ihrem Buch Das Ende der Welt, wie wir sie kannten, das die Zukunftsfähigkeit unseres Lebensstils unter die Lupe nimmt. Erschienen im S. Fischer Verlag): Eine Freundin, die seit kurzem beim Wertstoffhof arbeitet, war schon früher eine Recycling-Person, eine, die nicht daran glaubt, dass Dinge wegwerfen eine gute Sache sei. Intuitiv hat sie auch dem Geld nie getraut und war Mitglied im örtlichen „Tauschring“, bevor dessen Mitglieder sich zerstritten und der Tauschring sich in zwei Tauschringe aufteilte. Das könnte allgemein ein Problem werden beim alternativen Wirtschaften, aber vielleicht auch nur in Deutschland: Es geht nicht ohne sehr genaue Regeln. Manchen Menschen ist zum Beispiel nur schwer zu vermitteln, dass eine Stunde Klavier-Unterricht genauso viel wert ist wie eine Klempner-Stunde. Damit fängt’s nämlich schon an: Klavier spielen können zahlt sich vielleicht in ein paar Jahren aus; wenn das Klo nicht mehr verstopft ist, hat man gleich was davon. (Kennen wir das nicht irgendwo her? Richtig: Unsere Wirtschafts-, Erziehungs-, Gesundheits- und Bildungssysteme funktionieren so. Beziehungsweise eben immer weniger…) Und die vielen „Gschaftlhuber“, sagt meine Freundin, also Leute, die gern wichtig sind und sich bevorzugt in Ehrenämtern und Vereinen tummeln – die muss man auch aushalten können.

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