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32. Guter Vorsatz für 2010

Die Huffington Post machte an Silvester mit der Headline Move Your Money – A New Year’s Resolution auf. Ein guter Tipp, zumindest für Leute mit Geld: Ziehen Sie Ihre Kohle von den Großbanken ab und legen Sie es bei kleinen, regionalen Instituten an. Denn die Bankriesen, die ja nicht pleite gehen dürfen, weil sie „systemrelevant“ (auch eines meiner Lieblingswörter den vergangenen Jahres) sind, schreiben längst wieder fette schwarze Zahlen, von denen niemand was hat außer ihnen. Nun würde ich, hätte ich Geld, mich ja gern nach kleinen Banken umschauen; die kleinste bei uns am Ort ist die Sparkasse, und die hängt bei den Landesbanken mit drin. Also weiter. Die Volks- und Raiffeisenbanken. Von Leuten, die dort arbeiten, höre ich, dass die wie ganz normale Banken funktionieren, inklusive Beratungsdruck – auch hier werden schon mal „Produkte“ verscherbelt, die für die obere Etage interessant sind (nicht für den Bankkunden). Dann: Die Genossenschaftsbanken – die müssten eigentlich im Sinne der „Genossen“ wirtschaften. Die nehmen aber nicht jeden – da müsste sich reinklagen, wer nicht den Aufnahme-Kriterien entspricht. Hm. Irgendwo auf dem Lande, ich glaube, im Schwäbischen (das habe ich mal in einer TV-Reportage gesehen), gibt es einen Dorf-Bankier, der nur drei „Produkte“ hat: Man kann bei ihm ein Giro-Konto führen, einen Kredit kriegen und, wenn man möchte (wobei das eigentlich der momentan aufregendsten Theorie, dem Schwundgeld nach Gesell, widerspricht) Geld ansammeln, vulgo: sparen. Das verstehe sogar ich. Nur will ich nicht dauernd ins Schwäbische fahren, also müsste ich Bankgeschäfte online abwickeln – da gibt es Angebote von seriös wirkenden Instituten, die versprechen, ethisch und regional zu investieren. Ich traue mir allerdings nicht zu, die realistisch zu beurteilen. Lieber mache ich selbst eine Bank auf. Das wäre doch überhaupt die Lösung! Hier also mein Vorschlag: Leute, wir leihen uns das Geld gegenseitig, gründen in jedem Nest eine Bank (das klappt auf Bali und in Togo, Stichwort: Mikro-Kredite – warum also nicht hier?), und die Global Players haben das Nachsehen…

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