365 x Deutschland


43. Das Lachen Haitis

Radio hören ist so nützlich! Gerade denke ich über die mangelnde Lebensfreude der Deutschen nach, da kommen im Kulturjournal auf B 2 Ausschnitte aus einem Interview mit Georges Anglade, in dem er erklärt, warum die Haitaner so viel lachen, obwohl sie doch seit ein paar hundert Jahren eigentlich nichts zu lachen haben. (Der Beitrag von Hendrik Heinze ist noch nicht online, deshalb hier eine SWR2-Buchkritik). Der Autor der Kurzgeschichten „Das Lachen Haitis“ soll unter den 150 000 Opfern des Erdbebens von Port-au-Prince sein, und sein anderes auf Deutsch erhältliches Buch, eine Satire mit dem Titel „Und wenn Haiti den USA den Krieg erklärt?“ (ebenfalls Litradukt, dt. von Peter Trier), wird derzeit auf eine grausige und völlig verrückte Weise wahr. Anglades Idee: Den von Armut und korrupten Herrschern geplagten Menschen auf dieser schönen Insel geht es so mies, dass sie es in einem von den USA besiegten und anschließend besetzten Haiti besser hätten – schon wegen all der NGOs, die dann Schulen und Krankenhäuser bauen würden… wenn Anglade nicht schon tot wäre, würde er sich jetzt tot lachen.

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