365 x Deutschland


132. Neujahrsansprache: Toi, toi, toi für 2011!
30. Dezember 2010, 08:57
Filed under: Deutschland, Pfaffen | Schlagwörter: , , , ,

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131. In eigener Sache: Relaunch

Fit bleiben!

Fit bleiben ist die Devise für 2011! (via)

Liebe Freunde dahingeplauderter Wutausbrüche, als ich hier vor über einem Jahr begann, einem gewissen Unmut über die Heimat Ausdruck zu verleihen (siehe Eintrag Nr. 1), hielt ich dieses Vorhaben für so randständig und unerheblich, dass mir die äußere Form relativ egal war. Innerhalb dieses kurzen Beobachtungszeitraums sind das soziale Klima in Deutschland noch frostiger, die Ansagen von „oben“ noch frecher und das allgemeine Lebensgefühl noch freudloser geworden. Und ich noch zorniger. Dazu schien plötzlich der alberne Titel des Blogs nicht mehr zu passen… Es heißt jetzt also 365 x Deutschland. Den Zusatz „ein Revolutionär muss das Gras wachsen hören“ kann man in diesem Layout nicht lesen, so muss sich eben jeder selbst einen Reim auf den Rasen machen. Ich hoffe, Sie besuchen diese Seite weiterhin, und bedanke mich für Ihr Interesse.




130. Rebels with a Cause

Wer zwischendurch über eine Stunde Zeit (und entsprechend viel Konzentrationsfähigkeit, Beiträge, die länger sind als 1:30, tatsächlich durchzustehen) verfügt, sollte sich diese ausgesprochen unaufgeregte schwedische Dokumentation über Julian Assange geben: http://svtplay.se/v/2264028/wikirebels_the_documentary

So verrückt ist der Typ gar nicht, wie er von den MSM dargestellt wird.



129. Wenn die Venusfalle zuschnappt

Sex? Das ist doch diese mehr oder weniger private Sache zwischen zwei oder mehr Leuten gleichen oder unterschiedlichen Geschlechts… Mit dieser fröhlichen Gewissheit wuchsen wir Deutschen auf in den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts. Gut, wir hatten von John Profumo gehört, der als britischer Heeresminister nach der Affäre mit Christine Keeler

"Venusfalle Mannequin"

(via)

abdanken musste. Später bekam Bill Clinton ein verschärftes Du!Du! für sein Techtelmechtel mit der Praktikantin Monica Lewinsky. Nun, dachten wir, Politik ist eben ein schmutziges Geschäft. Und alles Private ist sowieso politisch, hehe. Dann schwappte die Fehltritt-Phobie zu uns herüber, die wir immer recht entspannt auf Figuren wie Seehofer geblickt (und auch ertappte Medien-Promis wie diesen ollen Weihnachtsfeier-Beckenbauer nur belächelt) hatten: Im Fall Kachelmann zerstritten sich zwei Journalistinnen, Alice Schwarzer und Gisela Friedrichsen,

über der Frage, ob der promiske Wetterfrosch nun einfach ein prominenter Narziss oder doch ein frauenfeindlicher Verbrecher sei. Und j e t z t macht Schweden mit bei der Hatz auf Julian Assange, der im Umgang mit zwei Damen und der Frage nach Kondomen nicht allzu sorgfältig vorgegangen sein soll – der ehemalige skandinavische Porno-Freihafen strickt heutzutage daraus den Straftatbestand der versuchten Vergewaltigung.

Tritt den keine/r mal einen Schritt zurück und fragt: Wie konnte sich Sexualität so verändern, dass sie in der öffentlichen Wahrnehmung zu einer kein bisschen privaten Angelegenheit zwischen zwei oder mehr erpressbaren Parteien wurde? Das ist doch alles höchst eigenartig.



128. Nachtrag zu Beitrag Nr. 125: Spass-Partei II
7. Dezember 2010, 14:10
Filed under: Deutschland, Politik, Was fehlt uns denn? | Schlagwörter: , , , ,

Natürlich moniert Kollege Kalwa zu Recht, dass wir in Deutschland nicht einfach die Isländer kopieren können. Aber wir haben ja unsere eigene Spaßpartei: „Die Partei“ des Satirikers Martin („Ich meine es im Grunde todernst, ihr Idioten“) Sonneborn. Gestern nun meldete die Münchner AZ, dass „Die Partei“ vor dem Bundesverfassungsgericht auf Wiederholung der Bundestagswahl 2009 klagen will. „Die Partei“ war 2009 im Gegensatz zu 2005 nicht zugelassen worden. Hören Sie, was Martin Sonneborn dazu vor dem Bundestagswahlleiter sagt (laut stellen, die Tonqualität ist nicht besonders):

Und hier, was Sonneborns Anwalt meint:

So macht Demokratie Spaß!



127. Lassen Sie mich durch, ich bin Schaulustiger

Wenn die TV-Nachrichten mit einem Unfall bei Opa Gottschalks Sendung aufmachen, haben plötzlich auch Leute, die nicht unbedingt Fans massentauglicher Fernsehunterhaltung sind, Stoff für den Montagmorgen-Plausch im Büro. Das ist doch schön. Dass sich so eine „Sensations“-Meldung via twitter schnell verbreitet und das, was die Gestörteren im Publikum mit ihren Kameras eingefangen haben, prompt als Video hochgeladen – und massenhaft angeklickt – wird, ist schon nicht ganz so schön. (Einen nachdenklichen und einfühlsamen Kommentar zu diesem Phänomen lesen Sie hier.) Es entspricht allerdings der täglichen Erfahrung von Feuerwehrlern, Polizisten und Krankenwagenfahrern bei Unfällen auf deutschen Straßen und Autobahnen: Die kommen oft nur mit Mühe zum Einsatzort, weil die Gaffer im Weg stehen. Das sei doch nur menschlich, sagen Sie? Da könnte man lange über den Begriff „Menschlichkeit“ nachdenken, und das Ergebnis dieser Bemühung wäre wahrscheinlich überhaupt nicht schön. Und richtig eklig wird’s, sobald man die ach so menschliche Gafferei ein bisschen weiterdenkt und, mal so zum Beispiel, ein echt krankes Hirn mit der Sensationsgier der Informationsgesellschaft kombiniert:

Hat schon einer gemacht, lief unlängst im ZDF. Ist ja nur ein Film.



126. Was ich an Deutschland mag

Warum ich immer Negatives aufliste, fragte mich einer – da käme man irgendwie schlecht drauf… stimmt doch gar nicht. Mir fallen in meiner Heimat schon auch total niedliche Dinge und Menschen auf. Aber natürlich will ich mich insgesamt bessern! Daher die neue Rubrik Was ich an Deutschland mag. Es wird noch viel lustiger werden, versprochen. Bleiben Sie dran.

(via)




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