365 x Deutschland


151. Das deutsche Volk liebt seine Royals

Muss man auch irgendwie verstehen: „Windsor“ ist ein Phantasiename, von den Briten eingeführt, um zu verschleiern, dass ihre Majestäten Deutsche sind (erkennbar an den hässlichen Prinzessinnen, wie ein Kollege dieser Tage süffisant äußerte). Aus gegebenem Anlass hier der Beitrag aus dem Lexikon der deutschen (und wenn wir schon dabei sind, überhaupt)  Ärgernisse zum Thema

Ehe

Niemand sollte sich lustig machen über diesen wundervollen Traum von der gelingenden Paarbeziehung, die vom Staat auch noch steuerlich begünstigt wird. Gerade eben fuhren wieder welche vorbei: hupende Autos in Kolonnenformation, der erste Wagen blumengeschmückt. Und während ich freundlich winke und lächle, lästert ein zynischer Zwerg namens Waldo, der leider Teil meiner Persönlichkeit ist: Ihr Armen! Man liebt sich und/oder möchte zu zweit wenigstens ein angenehmeres Leben führen. Wenn dann irgendwann die Liebe weg ist und das Leben fast noch unangenehmer, als wenn man allein wäre, fragt man sich schon, was man da gefeiert hat, seinerzeit, mit Hupkorso und Blumengesteck auf der Kühlerhaube.

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150. Esst bayrische Pilze… in ca. 300 Jahren wieder!

25 Jahre ist der Tschernobyl-GAU her. Was sind schon 25 Jahre, unter Freunden? Dass die Sache noch längst nicht gegessen ist, berichtet quer. Nun, auf Pilze und Wildschweinbraten kann man zur Not verzichten. Aber wer erklärt eigentlich diesem RWE-Manager, der jetzt wegen der Abschaltung seines Meilers klagt („Ich muss doch den Aktionären was bieten!“), dass er eigentlich in genau dem Höllenfeuer braten sollte, das er und seine Kumpels von E.ON, Vattenfall etc. so dringend am Laufen halten wollen?



149. Sprachschund IV

Wo wir gerade bei P wie Presse waren: Heute steht in der Münchner Abendzeitung folgender Absatz: „Die resolute Frau arbeitet nach den Überfällen weiter, als wäre nichts geschehen. Meist an ihrer Seite: Sohn Jürgen, der nach einer Viruserkrankung im Koma lag.“ Wie jetzt? Der komatöse Sohn „meist“ dabei? Nicht nur, dass die Presseheinis uns ziemlich oft Unsinn erzählen, sie beherrschen auch ihre eigene Sprache immer weniger.




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