365 x Deutschland


192. Wofür sie unser Geld ausgeben

Tragischerweise leide ich unter einer Art intellktuellem Masochismus und gebe mir morgens, was der junge Herr von Leitner tags zuvor so alles ausgegraben hat über den deutschen (und gern auch internationalen) Polit-Alltag. Bitte sehr:

„T-Systems hat verhindert, dass wir einen guten Trojaner kriegen. Nein, wirklich! Woher ich das weiß? Die Antwort der Bundesregierung auf die „Kleine Anfrage“ der Linken zum Staatstrojaner ist da. Die ersten Fragen gehen gleich darum, an welche externen Dienstleister die Bundespolizei eigentlich wieviel Geld gezahlt hat. Seite 3. Größter Posten dabei: 249.259 Euro an T-Systems für „Softwareentwicklung bzw. -anpassung“, Projekt Passagierdatenbank. Das ist bei Gesamtausgaben von rund 800K über ein Viertel des Geldes! T-Systems hat auch beim Projekt Telekommunikationsüberwachung „mitgeholfen“ und dafür 68.867 Euro für „Projektcontrolling“ kassiert. Jeder Euro, den T-Systems aus dem Etat vampirisiert, steht später nicht für die Herstellung ordentlicher Trojaner zur Verfügung. In diesem Sinne: Vielen Dank, T-Systems!…“ Wollen Sie mehr wissen? Besuchen Sie fefe.

PS: Hier ist das PDF, von dem er möchte, dass wir alle ein Backup ziehen, bevor es „zufällig“ in irgendwelchen Schreddern verschwindet wie, sagen wir mal, Herrn Mappus Festplatte.

Anfrage

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191. Von den Isländern lernen II

Nachtrag zu Beitrag 121: Jetzt könnten die Politiker von Island auch erfahren, wie man mit den Bankstern umgeht:

http://www.businessweek.com/news/2012-08-12/imf-says-bailouts-iceland-style-hold-lessons-for-crisis-nations

(via fefe)

PS. Warum bietet eigentlich Island dem Assange nicht Asyl an, bevor ihn die SAS aus der Ecuadorianischen Botschaft „befreit“? Ich mein, so ’ne Bananenrepublik ist mal rasch ins Abseits gestellt ( 101. Luftlande, und fertig), aber die Wikinger? Wenn die sich an ihrer Vergangenheit erinnern, dann ist was gefällig.



190. Von Ecuador lernen

Natürlich hat Ecuador mit den USA noch ein Hühnchen zu rupfen. Jetzt haben sie Gelegenheit dazu, und es ist doch zu niedlich, wie so lupenreine Demokratien wie Schweden und Großbritannien von dieser (vormaligen?) Bananenrepublik vorgeführt werden… Ich darf mal kurz den jungen Herrn von Leitner dazu zitieren:

„Angeblich haben die Briten gedroht, die Botschaft von Ecuador zu stürmen, um Julian Assange festzunehmen. Das wäre ein diplomatischer Schlag ins Gesicht nicht nur von Ecuador und hätte sicher ein diplomatisches Nachspiel auch mit anderen Ländern in der Gegend. Insofern wundert mich nicht, dass sie das jetzt auch gleich wieder „vorerst“ dementiert haben. Das kann ich mir nicht vorstellen, dass England so tief sinkt. Noch nicht. Aber leider scheint das ja deren Spezialität zu sein, Erwartungen eines Mindesmaßes an zivilisatorischer Errungenschaft dann später zu enttäuschen. Da muss man schon den Iran zitieren, um ein Beispiel zu finden, wann das mal jemand gemacht hat. Und selbst der hat lieber Studenten vorgeschickt.

Update: Craig Murray erklärt die Sachlage und meint dazu folgendes:

This terrible breach of international law will result in British Embassies being subject to raids and harassment worldwide.

Das wäre der Brüller, wenn der Iran und China dann im Wochenrhythmus die britische Botschaft bei sich durchsuchen.“

Ja, ne. Und wenn man so hört, wie die USA mit dem armen Manning umgehen, kann man schon verstehen, dass der Assange nicht ausgeliefert werden möchte.



189. Vom Südsudan lernen

Diesen Wink mit dem Zaunpfahl aus Afrika wollen wir Ihnen nicht vorenthalten: Amanpour asked Alazreg whether Sudan will hand over the country’s president, Omar al-Bashir, who has been indicted by the International Criminal Court. Alazreg responded by saying that Sudan is “willing to hand over whomever, provided that America hands over Bush and the United Kingdom hands over Blair.” Tschä, auch in Südsudan sehen die Leute fern.

(vie fefe)




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