365 x Deutschland


150. Esst bayrische Pilze… in ca. 300 Jahren wieder!

25 Jahre ist der Tschernobyl-GAU her. Was sind schon 25 Jahre, unter Freunden? Dass die Sache noch längst nicht gegessen ist, berichtet quer. Nun, auf Pilze und Wildschweinbraten kann man zur Not verzichten. Aber wer erklärt eigentlich diesem RWE-Manager, der jetzt wegen der Abschaltung seines Meilers klagt („Ich muss doch den Aktionären was bieten!“), dass er eigentlich in genau dem Höllenfeuer braten sollte, das er und seine Kumpels von E.ON, Vattenfall etc. so dringend am Laufen halten wollen?



148. Internationaler Tag des Wassers

Wie irre ist das denn: Einige deutsche Städte und Gemeinden haben tatsächlich ihre Wasserversorgung in private Hände gegeben, um Geld zu sparen/Geld zu verdienen. Und in chicen Hotels wird auf Flaschen gezogenes Fiji Wasser angeboten. Man fasst sich ans Hirn, wie prophetisch „Water – der Film“ von 1985 ist, der damals einfach ein großer Spaß war… danke für den Link an Thomas Kletschke. Auf arte gab’s die etwas ernster gemeinte Doku Water Makes Money.




115. Und was träumt so ein Atomstrom-Dealer nachts?
23. September 2010, 07:21
Filed under: Deutschland, Politik, Umwelt, Wirtschaft & Wahnsinn | Schlagwörter: , , , , , ,

Im Juni 2005 stand in der GAZETTE Nr. 6 die Story „Mindestens haltbar bis Ende 12000“ über das Atommüll-Endlager im Yucca Mountain/USA: Eva von Schaper denkt hier darüber nach, wie lange das Dreckszeug in der Wüste von Nevada vor sich hin strahlen wird, und wie man wohl unsere Nachkommen darüber informieren könnte, was da verbuddelt ist. Derlei Weitsichtigkeit liegt unserer sogenannten Regierung mehr als fern. Diese Leute überlegten doch tatsächlich, nicht nur – gegen alle Vereinbarungen – die Laufzeiten unserer Atomkraftwerke zu verlängern, sondern die Entsorgung ihrer Abfallprodukte auch noch in die Wirtschaft, (über fefe Tue Sep 21 2010) auszulagern: Eine DDR-Firma, die jetzt dem Finanzministerium gehört, böte sich da an. Weil die ja so viel von Strahlenschutz verstehen. Hehe, tolle Idee; Beispiele für gelungene Privatisierungen gibt’s ja zuhauf, ich sage nur: Die Bahn. Und dann wundern sich unsere Verwaltungsheinis, wenn Die Grünen die nächste Volkspartei werden.

Nachtrag: Beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit kann man mal nachfragen, wie sie uns solche hirnverbrannten Überlegungen verkaufen wollten … der arme Seibert ist schon ganz schmal und blass vom Dementieren.



113. Internationaler Tag des Friedens, oder: Seid lieb zu Tieren II

Tiere haben keine Gefühle? Soso. Wer jemals gesehen hat, wie etwa der Hund einen anschaut, wenn man nach Schlüssel und Tasche greift und Anstalten macht, das Haus zu verlassen, OHNE IHN, der hat eine anschauliche Erklärung von „vorwurfsvoll“, falls er oder sie zufällig mal eine braucht. Oder die „dumme Kuh“ – eine Invektive, die ich durchaus schon verwendet habe: Hornvieh ist tatsächlich nur in dem Sinn dumm, dass es sich vertrauensvoll mit Schnellmastfutter versorgen und anschließend zur Tötungsmaschinerie führen lässt… So warte ich jetzt mit Grauen darauf, dass meine Freundin Jonathan Safran Foers Buch Fleisch essen gelesen hat und mir leiht. Natürlich habe ich keine Lust, mich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Hat kaum jemand. Aber ich habe auch immer weniger Lust, die unter grässlichen Bedingungen produzierte Ware der Fleischlieferanten zu verspeisen. Für heute hat die UN den „Tag des Friedens“ ausgerufen. Die meisten werden es ausgesprochen weibisch finden, wenn eine sich einbildet, durch fleischlose Kost zum Weltfrieden beizutragen. Hehe, oder? Aber was, wenn es einmal viele sein werden? Und kommt mir jetzt nicht mit all den arbeitslosen Schlachtern.



100. Das bisschen Öl II
8. Juli 2010, 08:47
Filed under: Deutschland, Sport, Umwelt, Wirtschaft & Wahnsinn | Schlagwörter: , , , , ,

Haben die Spanier also dem deutschen Fußball-Traum einen Präcox beschert (hey, eine Frau k a n n sich für so einen Schmarrn auch interessieren. M u s s aber nicht). Wollen wir uns bitte jetzt wieder auf die wichtigen Angelegenheiten konzentrieren? Zum Beispiel, wie viele Gallonen Öl jede Sekunde ins Meer fließen? Zum Mitzählen: Klicken Sie auf DIE GAZETTE

Nachtrag: Medienjunkie bringt den Millionärssport-Wahn, bei dem hochbezahlte Söldnersklaven uns Arbeitssklaven „Sport“ vorspielen, auch schön auf den Punkt. Natürlich nicht so krass formuliert. Wobei, ich mochte „Gladiator“, wegen Russell Crowe. Jaja, Mädchen sind auch doof.



98. Das bisschen Öl
4. Juli 2010, 07:49
Filed under: Deine Tiere, Deutschland, Tiere, Umwelt, Werbung, Wirtschaft & Wahnsinn | Schlagwörter: , , , , ,

Das wussten Sie natürlich längst, dass vor unserer Haustür auch solche Löcher gebohrt werden. Oder wie, dachten Sie, fördern z. B. die Norweger ihr Öl? (Adbusting gefunden bei Konsumpf)

Adbusting is King

via Konsumpf

Wobei es, global gesehen, überhaupt nicht darauf ankommt, von wo aus wir die Ozeane versiffen. Was man spätestens dann kapieren wird, wenn die Vögel, Fische, Meeressäuger, Korallen und das ganze Plankton-Zeugs weltweit abnippeln.

Nachtrag: Ölteppiche in der Nordsee (über fefe, Sun Jul 11 2010)




%d Bloggern gefällt das: