365 x Deutschland


169. Trotzdem schönen Wüstenrot-Tag!

Hatte wieder einen hohen Bäh-Faktor, dieses zur Neige gehende Jahr. Guttenberg. Bunga-Bunga. Wiege der Demokratie. 1 Prozent gegen die übrigen 99 Prozent. Gescheiterte Gipfel. Pressefreiheit „ungarischer Stil“. Hedgefonds. Wasserwerfer Marke Stuttgart 21. „Pro Christ“ian Wulff. Maschmeyer (inkl. Vroni „Yikes“ Ferres). Der Irre von Oslo. Euro-Rettungsschirm-Hebel. Hunger in Afrika, und nicht zu knapp. Kriegsähnliche Zustände, immer noch. Rechts-Terrorismus; Zeit wurd’s, dass auch die „breite Öffentlichkeit“ das Ausländer-Klatschen beim korrekten Namen nennt. (Was die Blindheit unserer Verfassungsorgane auf dem braunen Auge – und ihre Hysterie, wenn es um „linkes“ Gedankengut – angeht: Das Wort „Gentrifizierung“ steht mittlerweile in der Münchner Abendzeitung, ohne dass ein rote Flagge aufleuchtet, während man 2011 manchen Leuten immer noch den Fall Andrej Holm erklären musste.) Pfui Geier. À propos: Die Labor-Vogelgrippe kommt. Und Kernkraft ist und bleibt ein Spiel mit dem Tod. Eurem und dem Eurer Kinder, Ihr verbrecherischen Energiefürsten von Tepco, E.On & Co., übrigens genauso, auch wenn das das nicht in Eure Spatzenhirne geht. Sonst was Neues? Siehe Eintrag 31: Lieblingswörter des letzten Jahres. Tschä. Hat sich nicht so furchtbar viel geändert.

Für weitere zielführende Informationen schlagen Sie bitte bei Dr. Vogl nach.



168. Das höchste Amt

Was mich am meisten nervt an diesem verkniffenen „Besser die Wahrheit“ – Schwurbler: Seine Nähe zu den Evangelikalen. Dürfen Christen eigentlich lügen? Im Zusammenhang mit seiner ach so viel beachteten Islam-Äußerung habe ich mich bereits furchtbar über den Schafspelz des Christian „Pro Christ“ Wulff aufgeregt. Seltsamerweise ist die Journaille schon damals nicht auf das Thema Fundamentalismus eingestiegen.



165. Der Papst auf Mission nach innen
22. September 2011, 09:45
Filed under: Deutschland, Filme, Kirche, Pfaffen, Wo bleibt das Positive? | Schlagwörter: , , , , ,

Aus gegebenem Anlass heute ein Zitat aus dem Lexikon der deutschen Ärgernisse

Päpste

Männer in Röcken! Alte Zausel, die aussehen wie böse Omis – und sich ungefragt in die Beischlaf- und Verhütungsgepflogenheiten wildfremder Menschen einmischen! Geht’s noch? Als der letzte starb, soll die polnische Putzhilfe meiner Freundin geweint haben; ja, den mochten die Leute irgendwie. Aber der jetzige, der „Wir sind Papst“-Papst! Jungejunge. P. können unfehlbare Statements abgeben. Wir anderen nennen es Altersstarrsinn (siehe dort).

Zur Entspannung empfehle ich „Agora“ von Alejandro Amenábar – der Spanier zeigt schön kitschig, wie es gewesen sein k ö n n t e, als die Christen sich noch von einer Sekte unter vielen zur Leitkultur-Instanz hochschlägern mussten.



140. Heute wäre Thomas Bernhard 80 geworden

Jede Epoche ist eine entsetzliche

hat euer Großvater immer gesagt

aber das merkt man erst wenn man alt ist

Wie mich vor allem hier ekelt

ich spreche ja nicht davon

aber ich denke die ganze Zeit

wie mich vor allem ekelt

der Staat eine Kloake stinkend und tödlich

die Kirche eine weltweite Niedertracht

die Menschen um einen herum

abgrundtief häßlich und stumpfsinnig

der Bundespräsident ein verschlagener verlogener Banause

und alles in allem deprimierender Charakter

der Kanzler ein pfiffiger Staatsverschacherer

der Papst gibt in seinen Gemächern

ein sogenanntes warmes Essen für Obdachlose

und läßt diese Tatsache weltweit verbreiten

eine zynische Welt

die ganze Welt ist ein einziger Zynismus

größenwahnsinnige Schauspieler

mißbrauchen die Sahelzone

perverse Caritasdirektoren

reisen mit dem Flugzeug erster Klasse nach Eritrea

und lassen sich für die Weltpresse

mit den Verhungerten fotografieren

Professor Robert“ in Heldenplatz, Suhrkamp, 1988



132. Neujahrsansprache: Toi, toi, toi für 2011!
30. Dezember 2010, 08:57
Filed under: Deutschland, Pfaffen | Schlagwörter: , , , ,

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