365 x Deutschland


200. Was ich an Deutschland mag IV

Was ich an Deutschland mag, sind die Bayern. Man sollte allerdings unter ihnen sozialisiert worden sein, um Sprache und Gepflogenheiten zu verstehen; gerade auf dem Land ist ja beides etwas gröber gestrickt. So gebrauchte mein Onkel Hans als Ausruf des Erstaunens gern die Floskel „ja leck mi am Arsch hint“, was mich als Kind stets mystifizierte, denn das genannte Körperteil verkörperte doch nachgerade das „Hinten“; was wäre denn an einem Arsch „vorn“ ? Nach seinem Tod erfuhr ich, dass besagter Onkel, diese Seele von einem Menschen, Bigamist und SA-Mitglied gewesen war; derlei Epitheta schließen sich, gerade bei einem gebürtigen Niederbayern, nicht unbedingt gegenseitig aus. Und da werden mir die Bayern dann wieder genauso unheimlich wie der Rest der Deutschen.

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199. Happy Birthday, Agenda 2010!

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Hartz IV ist ein zehn Jahre alter Begriff – und immer noch nicht aus der Mode… Grund genug, ihn als Stichwort in Ich will hier weg, aber wohin aufzunehmen. Dieses „Lexikon der deutschen Ärgernisse“ kam übrigens als Aspirant für den Indie Autor-Preis der Leipziger Buchmesse – völlig zu Recht, wie ich finde – auf die Shortlist. Siehe Eintrag 1; seit 2009 schlage ich mich mit diesem Projekt herum. Jetzt wird auf  iTunes dafür geworben, im Rahmen der Droemer neobooks-Kooperation mit Apple Breakout Books. Die Holzmedien haben es immer noch nicht entdeckt. Aber das macht nichts: Das Buch wird auch 2019 noch aktuell sein, fürchte ich.



188. Wie man aus Versehen die Wahrheit sagt

via fefe



187. Vom jordanischen Fernsehen lernen

Das ist doch gleich viel munterer als unser Plasberg-,Will-etc.-Einheits-Talk-Karussell:

Via HuffPo – Israelis haben das Gezänk übersetzt – anscheinend ging es um Jordaniens Haltung gegenüber Syrien.



176. Deutschland, ein Wintermärchen

Als gestern die Heizung ausfiel – oh, toll, das Thermometer zeigt zehn Miese und es ist Freitag – und die Bude hübsch auskühlte, fand ich während des Wartens auf den Monteur diesen Text der Kollegin Heike Pohl: Eine herzerwärmende Wintergeschichte.



171. Nachruf auf eine deutsche Radio-Sendung

Seine Stimme begleitete mich seit meiner Kindheit – aber ich hatte bis heute noch nie ein Foto von ihm gesehen. Hier sind viele. Und jetzt ist die „Sonntagsbeilage“ weg – die Sendung, die mir Michael Skasa zum Inbegriff des spitzfindigen Radio-Feuilletonisten werden ließ: Die Sonntagsbeilage in Byern 2. Unangepasst und profund gebildet, hochmusikalisch, frech und professionell. Mei, schad. Alles Gute zum 70., Herr Skasa. And may you stay forever young.

Michael Skasa



159. Nachtrag zu Nr. 151

Update: Leander Wattig machte unlängst auf diesen Beitrag in der Welt aufmerksam: Unsere Verwandtschaft mit den Engländern ist ja nicht nur auf den Adel beschränkt.




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