365 x Deutschland


159. Nachtrag zu Nr. 151

Update: Leander Wattig machte unlängst auf diesen Beitrag in der Welt aufmerksam: Unsere Verwandtschaft mit den Engländern ist ja nicht nur auf den Adel beschränkt.

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151. Das deutsche Volk liebt seine Royals

Muss man auch irgendwie verstehen: „Windsor“ ist ein Phantasiename, von den Briten eingeführt, um zu verschleiern, dass ihre Majestäten Deutsche sind (erkennbar an den hässlichen Prinzessinnen, wie ein Kollege dieser Tage süffisant äußerte). Aus gegebenem Anlass hier der Beitrag aus dem Lexikon der deutschen (und wenn wir schon dabei sind, überhaupt)  Ärgernisse zum Thema

Ehe

Niemand sollte sich lustig machen über diesen wundervollen Traum von der gelingenden Paarbeziehung, die vom Staat auch noch steuerlich begünstigt wird. Gerade eben fuhren wieder welche vorbei: hupende Autos in Kolonnenformation, der erste Wagen blumengeschmückt. Und während ich freundlich winke und lächle, lästert ein zynischer Zwerg namens Waldo, der leider Teil meiner Persönlichkeit ist: Ihr Armen! Man liebt sich und/oder möchte zu zweit wenigstens ein angenehmeres Leben führen. Wenn dann irgendwann die Liebe weg ist und das Leben fast noch unangenehmer, als wenn man allein wäre, fragt man sich schon, was man da gefeiert hat, seinerzeit, mit Hupkorso und Blumengesteck auf der Kühlerhaube.



147. Der Blick von aussen auf uns

Regisseurs-Sohn Lynch nutzt Papas Namen und Verbindungen (Mercedes als Sponsor, da kann der Normalkreative nur davon träumen!) für sein Interviewprojekt Germany. Muss deshalb nicht schlecht sein. (Anschauen)




130. Rebels with a Cause

Wer zwischendurch über eine Stunde Zeit (und entsprechend viel Konzentrationsfähigkeit, Beiträge, die länger sind als 1:30, tatsächlich durchzustehen) verfügt, sollte sich diese ausgesprochen unaufgeregte schwedische Dokumentation über Julian Assange geben: http://svtplay.se/v/2264028/wikirebels_the_documentary

So verrückt ist der Typ gar nicht, wie er von den MSM dargestellt wird.



123. Preisfrage: Was haben Street View und Nacktscanner gemeinsam?

Richtig: Die Hysterie in den Reaktionen. Jeff Jarvis (ja, der mit der Prostata) arbeitet in seinem Aufsatz Das deutsche Paradoxon die Unterschiede zwischen deutscher und amerikanischer Hysterie gut heraus: „… the Germans care deeply about the privacy of everything … except their private parts”, während seine Landsleute ohne Bedenken alle privaten Daten ins Netz stellen, aber ausflippen, wenn sie am Flughafen von Sicherheitsleuten abgetastet werden – schauen Sie sich dazu John Tyners “Fall” an – das ist der Typ, der den denkwürdigen Satz “Wenn Sie meine Kronjuwelen anfassen, lasse ich Sie verhaften!” prägte. Zu niedlich.

Nebenkriegsschauplatz: Obwohl sich schon zuvor jede Menge Frauen beschwert hatten, dass dieses neue, verschärfte „Abtasten“ für alle, die den Scan verweigern, von einigen Security-Typen als Freibrief für sexuelle Belästigung aufgefasst worden war, kam das Thema erst ins mediale Rollen, als sich e i n  M a n n (eben dieser Tyner) beschwerte.

Für eine Neo-Feministin (Grüße an Dr. Glunk und Antje Schrupp) ist es allerdings unfassbar, wie leicht sich die Leute (ob m oder w oder irgendwas dazwischen) hüben wie drüben vom Eigentlichen ablenken lassen: So einfach gängelt man mit dieser absurden Angstmacherei die Bürger, die sich ihrer Bürgerrechte begeben für ein bisschen mehr gefühlte Sicherheit. Und: So leicht hetzt man mit ein bisschen medialer „Feminismus“-“Debatte“ sogar die nicht allzu dummen Männer und Frauen gegen einander auf… Nicht auszudenken, was die gemeinsam bewirken könnten, würden sie sich e i n Mal auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren. Ein naiver Traum, ich weiß. Naiver Träumer zu sein ist ein Sch…-Job, aber eine muss ihn ja machen.

Nachtrag: Hier gibt’s Auszüge aus dem Jarvis-Text auf Deutsch.



114. Intersuff 2010
22. September 2010, 10:27
Filed under: Bücher, Deutschland, SchwarzRotGold | Schlagwörter: , , ,

Ähnlichen Kultcharakter wie das rheinische Jeckenspektakel genießt das Münchner Oktoberfest auf der Theresienwiese. Es gilt mit jährlich über sechs Millionen Besuchern als eines der größten Volksfeste der Welt, für das die Münchner Brauereien ein spezielles Bier namens Wiesn Märzen mit mehr Stammwürze und damit auch höherem Alkoholgehalt (6 bis 7 Prozent) herstellen. (…) Außer dem Oktoberfest, das bei vielen Touristen den Ruf genießt, man müsse es unbedingt erlebt haben, veranstalten die Deutschen jede Menge Feste, in den Städten zum Beispiel Volks- und Straßenfeste, in den Gemeinde Winzerfeste mit Weinkönigin, Schützenfeste mit Schützenkönig/-in (…). Ähnlich wie beim Sonntagsgottesdienst ist die Teilnahme an den Festivitäten vielerorts unausgesprochene gesellschaftliche Pflicht – gerade für neu Zugezogene, wollen sie nicht als arrogant, verschroben oder sogar ‚verdächtig‘ eingestuft werden.“

Thomas Wieczorek Einigkeit und Recht und Doofheit – Warum wir längst keine Dichter und Denker mehr sind (Knaur)



112. Ausländer

Nikolai Podak hat uns auf diesen aktuellen Kommentar zur Sarrazin-Debatte aufmerksam gemacht. Danke schön.




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